Ein Abend im Mai

Billig kostet

Schnell, effizient, preiswert und mit guter Qualität, das fällt einem wohl zuerst ein, wenn man Name des größten und bekanntesten Discounters hört. Beschwerden gab es kaum, die Buhmänner des Discountgewerbes waren immer andere. Jetzt hat ein ehemaliger Manager ausgepackt und gibt einen detaillierten Blick hinter die Kulissen des Imperiums der Gebrüder Albrecht. Andreas Straub war 23 Jahre alt, als er bei Aldi anfing. Fünf Jahre war Straub bei Aldi tätig, zuerst als Trainee, zuletzt als Bereichsleiter.

Seine Erfahrungen hat er in einem Buch veröffentlichst: ”Aldi – Einfach billig”, lässt den Leser hinter die Kulissen des mächtigen Discounters sehen. Das was Straub zu berichten hat, zeigt ein paranoides System, dass seine Mitarbeiter bis ins kleinste überwacht und gängelt. Abmahnungen sind an der Tagesordung; mit Drohungen und Mobbing werden unliebsame Mitarbeiter zu Aufhebungsverträgen gedrängt.
Gegenseitiges Anschwärzen ist durchaus erwünscht. Der Kontrollwahn geht soweit, Filialleitern den exakten Inhalt der Schreibtischschubladen vorzuschreiben. Straub beschreibt seine Arbeit als Trainee mit bis zu 15-Stunden Tagen und den, wenn auch kurzen, Aufstieg zum Bezirksleiter bei Aldi Süd. Mehr über Andreas Straub auf seiner Seite www.andreasstraub.com

007 als Biertrinker? Unfassbar

Also, ich hatte ja gegen Daniel Craig als britischer Geheimagent ihrer Majestät “Mein Name ist Bond, James Bond”, große Bedenken; der Mann ist mir in der Rolle einfach nicht versnobt genug. Das James Bond jetzt auch noch Bier statt Martini trinken soll, das finde ich, ja, äh, das finde ich, will sagen,…. I am not amused.

Um den neuesten 007-Film “Skyfall” zu finanzieren, arbeitet das klamme ausführende Filmstudio MGM mit Sponsoren zusammen – darunter ist auch eine Großbrauerei. Als Gegenleistung trinkt der legendäre Geheimagent in dem Streifen in mindestens einer Szene auch Bier statt des bewährten Martini (“geschüttelt, nicht gerührt”). Quelle

Kirche distanziert sich von Hetzseite

Oha, und ich habe immer gedacht, dass die katholische Kirche selten so offen ihre Meinung vertritt, wie auf der Seite www.kreuz.net. Weit gefehlt, die Druckausgabe der Westfälischen Rundschau schreibt heute, die katholische Kirche distanziere sich „mit Nachdruck von diesem unwürdigen und unerträglichen Internetauftritt, der alles, nur nicht katholisch und schon gar nicht offiziell ist.“ Die Seite wird unter anderem vom Verfassungsschutz wegen Antisemitismusverdacht beobachtet. Ob Günter Grass es freuen wird, dass die Macher der Seite ihn ob seines Pamphlets loben, darf bezweifelt werden.

FDP mit neuem Programm

Nach dem desaströsen Abschneiden der FDP bei der Landtagswahl im Saarland, will die Partei ihr Parteiprogramm völlig umgestalten. Der Generalsekretär der FDP, Patrick Döring, hat hierzu bereits konkrete Vorstellungen: Man müsse sich von allen Themen verabschieden, die nicht kompetent besetzt werden können, um auf den Feldern zu punkten, in denen die FDP Fachkompetenzen besitze. Außerdem sei es wichtig, den Wähler auch emotional anzusprechen, um das Image der „kaltherzigen“ FDP endlich abzuschütteln. Döring, der vor seiner Karriere in der FDP bereits umfangreiche Erfahrungen als Versicherungskaufmann für Tierversicherungen sammeln konnte, möchte sich deshalb dem Schutz von kleinen Katzen und Hunden widmen. Schließlich wären die meist abgerufenen Videos bei You Tube auch tierischen Inhalts. Döring verspricht sich mit der Umgestaltung der FDP für die Wahl in NRW am 13. Mai, vor allem einen deutlichen Zuwachs von katzenaffinen Wählerinnen. Quelle