Der Filter im Aquarium

Der Filter für das Aquarium ist nicht nur wegen der ursprünglichen Funktion, nämlich des Zurückhaltens fester herauszufilternder Stoffe im Becken von Bedeutung. Wichtiger ist die Ansiedlung der Bakterien im Filter, die für die Zersetzung der ausgefilterten festen Stoffe im Aquarium zuständig sind.

Diese Bakterien sind für das Aquarium überlebensnotwendig, sie helfen bei der chemischen Umwandlung von Nitrat in Nitrit, das von den Pflanzen als Nährstoff aufgenommen wird. Vereinfacht gesagt: Die Bakterien sorgen für ein Gleichgewicht der komplizierten chemischen Vorgänge im Becken.

Die dritte wichtige Funktion ist neben der Erwärmung des Aquarienwassers (falls vorhanden) die Wasserbewegung im Becken.

Aquarienfilter sind also neben vielen Pflanzen Garant für ein einwandfreies Funktionieren der biochemischen Abläufe im Aquarium.

Aquarienfilter sind im Prinzip alle gleich konzipiert: Über ein Flügelrad wird Wasser aus dem Becken angesaugt, durch die Filtermasse gepumpt und ins Becken zurück befördert.

Ich habe mich, bis auf ein Mal, bei der Auswahl immer an Eheim-Filter gehalten, in der Regel funktionieren die jahrelang völlig problemlos.

Auch der JBL Filter tat seine Dienste, wurde aber mit der Zeit etwas lauter. Egal welche Marke, ich würde immer dazu raten, den Filter eine Nummer größer zu kaufen. Die angegebene Pumpleistung bezieht sich nämlich auf Laborwerte ohne Filtermaterialien.

Da Aquarienfilter dazu neigen mit der Zeit etwas weniger Pumpleistung zu erbringen, macht das durchaus Sinn. Ich habe bspw. für mein 400 Liter Becken einen Eheim professionell 4+ für Aquarien bis 600 Litern eingesetzt. Der zweite Filter fällt etwas kleiner aus und beheizt zusätzlich das Wasser.

Die Reinigung der Filter nehme ich ca. alle drei Monate vor, wobei das Wort Reinigung sich darauf beschränkt, die Filtermasse und den Filter mit lauwarmen Wasser abzuspülen.

Manche Aquarianer schwören darauf, mindestens ein Filtermassenelement so zu lassen, um die wertvollen Bakterien nicht allzu sehr zu dezimieren.

Das kann man machen, ich habe die Erfahrung gemacht, dass bei vorsichtiger Reinigung und tatsächlich nur lauwarmen Wasser genug Bakterien im Filter verbleiben.

Die Wichtigkeit einer optimalen CO2 Düngung

Ich erlebe immer wieder, dass Aquarienanfänger der CO2 Versorgung nicht die notwendige Ernsthaftigkeit zukommen lassen. „Brauche ich nicht, geht auch so“, ist die gängige Antwort. Nein, sage ich, geht nicht so. Sicher zu Anfang sind die Pflanzen schön, das ändert sich aber spätestens nach ein paar Wochen. Pflanzen ohne CO2 Versorgung im Aquarium leben nämlich nicht; bestenfalls vegetieren sie so dahin.

Neben der Beleuchtung und Beheizung ist die Versorgung mit CO2 elementarer Bestandteil eines funktionierenden Beckens. Die CO2 Düngung hat noch eine weitere Funktion im Aquarium. CO2 reguliert die Karbonhärte und den ph-Wert des Wassers auf einen mittleren, für Fische und Pflanzen guten Bereich.

Durch die CO2 Düngung wird außerdem der Sauerstoffgehalt des Wassers erhöht, da die Pflanzen optimal assimilieren. Zu sehen ist das an aufsteigenden Sauerstoffperlen. Alles in allem zeichnet sich das Aquarium bei richtiger CO2 Düngung durch einen kräftigen Pflanzenwuchs aus. Eine CO2 Anlage ist zwar nicht ganz billig, wer auf Dauer Freude an seinem Aquarium haben möchte, kommt um die Anschaffung nicht herum.
Die Kosten für das CO2 selber halten sich in Grenzen. Beim Händler meines Vertrauens kostet die große Flasche CO2 um die 15 Euro, sie hält meist ca. drei Monate. Im Austausch habe ich dann die Möglichkeit der permanenten CO2 Versorgung. Abzuraten ist in diesem Zusammenhang übrigens der Einsatz von Luftsprudelern. Die treiben nämlich das CO2 aus dem Wasser und es wird das Gegenteil vom dem erreicht, was man erreichen möchte.

Die Beleuchtung

Neben einer funktionierenden Heizung, zumindest für Warmwasseraquarien, ist die Beleuchtung eines der wichtigsten Faktoren, damit die Pflanzen im Aquarium entsprechend wachsen und gedeihen. Aus meiner Sicht ist die üppige Bepflanzung eines Beckens noch wichtiger als die Fische, das sieht jeder Aquarienfreund jedoch anders.

Insbesondere die Freunde von großen Buntbarschen können ein Lied vom Versuch der Anpflanzung eines Buntbarschbeckens singen. Ich selber habe vor Jahren den Fehler gemacht, fünf kleine Augenfleckbuntbarsche in ein gut bepflanztes Becken zu setzen. Nach ein paar Monaten waren die Fische mit bis zu 20cm ausgewachsen und haben das gesamte Aquarium trotz guter Fütterung komplett leergefressen. Ein paar Jahre lang hatte ich somit ein pflanzenloses Becken mit nichts als ein paar großen Steinen als Dekoration und fünf immer hungrigen Barschen.

Das Ziel, nämlich das funktionierende Aquarium, führt allerdings nur über die üppige Bepflanzung des Beckens. Die Pflanzen erfüllen dabei gleich mehrere Aufgaben: Sie produzieren den notwendigen Sauerstoff, halten die Algen in Schach, bieten den Fischen Schutz und sorgen für ein ausgewogenes ökologisches Klima, soweit wie sich das mit einem Kleinstbiotop erreichen lässt.

Inzwischen gibt es auch für Aquarienleuchten LED Lampen, allerdings ist mir nicht bekannt, wie sich die Lichtausbeute bei geringer Leistung verhält. Meine eigene Erfahrung beschränkt sich auf HQL-Lampen bei offenen Aquarien und Leuchtstoffröhren bei geschlossenen Becken.

Persönlich favorisiere ich das offene Becken, das muss aber jeder auch vor dem Hintergrund des ein oder anderen „über Bord“ gegangenen Fisches entscheiden. Vorteil des offenen Aquariums: Die Pflanzen wachsen üppig aus dem Becken heraus, die Fütterung ist einfacher, Fische lassen sich auch von oben beobachten und schließlich profitiert das Raumklima gerade im Winter erheblich.

Nachteil: Sie werden immer mal wieder einige Fische auf dem Wohnzimmerboden liegen sehen, die aus dem Becken gesprungen sind.

Eine weitere Variante ist das geschlossene Becken mit im Deckel integrierten Leuchtstoffröhren. Wichtig ist, mit der geringeren Wattleistung durch die entsprechende Anzahl von Leuchtstoffröhren die notwendige Lichtausbeute zu realisieren.

Gleich welche Beleuchtung, es muss mit einer Zeitschaltuhr sichergestellt sein, dass die Beleuchtung regelmäßig schaltet. Die Beleuchtungsdauer ist auf ca. 10 Stunden am Tag zu beschränken.