Krankheiten – Bauchwassersucht

Das kennt wohl jeder Aquarianer. Einzelne Fische werden immer dicker, der Bauch schwillt immer mehr an. Wenn es sich nicht gerade um ein trächtiges Tier handelt, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass es sich um die Infektionskrankheit Bauchwassersucht handelt.

Anfangs macht sich die Krankheit nur durch den aufquellenden Bauch bemerkbar, im Endstadium schaukeln die Tiere dann nur noch an der Oberfläche des Aquariums.

Auslöser sind Bakterien, die sich im Bodensatz des Aquariums tummeln, jedoch gesunden Tieren nichts anhaben. Wir der Fisch älter oder ist das Immunsystem anfällig, kann der Fisch an den Bakterien erkranken.

Eine Behandlung ist äußerst schwierig und auch nur im Anfangsstadium der Erkrankung erfolgversprechend.
Da die Organe der Tiere mit zunehmender Erkrankung versagen, ist es angeraten, die Tiere zu erlösen.

Erfolgreiche Inzucht

Bild: Herr K unter cc-Lizens
Bild: Herr K unter cc-Lizens
Unter Aquarianern ist die Inzucht bei Fischen immer wieder ein Thema. Ich meine mich erinnern zu können, dass ich irgendwo gelesen hatte, Fische ohne Neuzugang, die sich vermehren, würden in kurzer Zeit degenerieren und seien auf Dauer nicht überlebensfähig. Zumindest bei meinen Black Mollys kann ich das definitiv ausschließen.

Ich hatte mir die schwarzen Zahnkarpfen zugelegt, weil sie unter anderem auch Algen fressen und so zusammen mit den Siamesischen Rüsselbarben den Algenwuchs unter Kontrolle halten sollten. Das taten sie auch, wobei sich die Mollys derart vermehrten, dass ich schon bald hunderte in meinem Becken hatte und habe. Ein Skalarpärchen sollte dem Einhalt gebieten, was sich aber ein auswegloses Unterfangen herausstellte, da der Pflanzenwuchs in meinem Becken ein hervorragendes und raubfischsicheres Kinderzimmer für den Nachwuchs der Black Mollys zu sein schien. In vermeintlicher Kenntnis, dass sich der Stamm aufgrund von Schädigung durch Inzucht selbst dezimiert, maß ich dem keine Bedeutung bei.

Heute dann beim Zugrückschneiden einiger Pflanzen stoben wieder einmal hunderte frisch geschlüpfter und ziemlich munterer Black Mollys in alle Richtungen des Beckens. Es scheint also so zu sein, dass mindestens bei der Art des Spitzmaulkärpflings, respektive Black Molly, keine Degeneration durch Inzucht stattfindet. Im Gegenteil, die bei mir im Becken lebenden Poecilia sphenops sind in mindestens zweiter oder dritter Generation Inzucht kräftige, gesunde Fische.

Und tatsächlich, ein Dr. Gentzsch belegt meine Beobachtungen wissenschaftlich. Dr. Gentzsch hatte an Schwerträgern geforscht und belegt in seinem Artikel: Achtzehn Generationen erfolgreicher Inzucht bei Schwertträgern.

Kugelfisch als Schneckenkiller


Bisher habe ich immer mit Erfolg Kugelfische eingesetzt, wenn es darum ging, die zahlreichen Schnecken im Aquarium zu dezimieren. Zwar sind Kugelfische in der Regel Brackwasserfische, allerdings habe ich die Erfahrung gemacht, dass sich zumindest der, wenn überhaupt für ein Aquarium geeignete Palembang-Kugelfisch, schnell anpasst und außerdem mit sechs bis acht Zentimetern nicht zu groß wird.

Verwechseln kann man ihn schnell mit dem grünen Kugelfisch, der auch in Süßwasseraquarien zu finden ist, allerdings bis zu 17 cm groß werden kann. Kugelfische ernähren sich hauptsächlich von Schnecken, weshalb immer ein Vorrat in einem kleinen Becken gezüchtet werden sollte. Auch gefrorene Mückenlarven nehmen die Fische gerne. Aber Vorsicht, die Art überfrisst sich gerne. Zu erkennen daran, dass der Fisch mit „eingeklemmten“ Schwanzteil am Boden kauert.

Unter Aquarianern kommt es immer wieder zu Grundsatzdiskussionen, ob Kugelfische überhaupt für ein Süßwassergemeinschaftsbecken geeignet sind. Ich habe bisher allerdings nur positive Erfahrungen gemacht. Wenn der Fisch allerdings zu jung ist, sollte man die Finger davon lassen.